Die Tanzperformance „Semiotic Figures“ beleuchtet verschiedene Strömungen, die zwischen den 20er Jahren bis hin zur Neuzeit in Deutschland Einfluss genommen haben. So wechselt die Szenerie zwischen Elementen der Klassischen Moderne des Bauhaus der 20er, dem Elektropop-Lifestyle der 70er sowie der Berliner Technokultur der 2000er. Als Vertreter dieser Epochen stehen Oskar Schlemmer mit seinem „Triadischen Ballett“, der Vokalist Klaus Nomi und Kraftwerk als Revolutionäre der modernen Musik der 70er und der DJ Paul Kalkbrenner, der die Technokultur in der Neuzeit maßgeblich mitgestaltet hat. In „Semiotic Figures“ treffen diese unterschiedlichen Strömungen aufeinander und werden im Spannungsfeld von Körper, Objekt und Raum experimentell erprobt.

In raumplastischen-dynamischen Kompositionsexperimenten werden über den choreographischen Komplex Kostüm – Bewegung – Musik, die physischen Attribute Raum – Form – Farbe, die drei geometrischen Grundformen Kreis – Quadrat – Dreieck, die drei Raumdimensionen Höhe – Breite – Tiefe und die Grundfarben Rot – Gelb – Blau unterschiedliche Spielsituationen und neue Bewegungsmöglichkeiten herausgefordert.